Step by Step Schützenscheibe
Step by Step ...Schützenscheibe

Zuerst wird der Holzrohling mit feinem Schmirgelpapier etwas angeschliffen damit sich die Farbe mit dem Holz gut verbindet. Alles was sich auf dem Holz befindet, das da nicht hingehört muss weg.
Durchmesser der Scheibe ca. 430 mm.


Als nächstes kommt auf der Rückseite der Haken für die Befestigung dran.


Nun kommt die erste Grundierung mit Weiß.


Gut trocknen lassen.
Während dieser Zeit sitz ich am PC und bearbeite meine E - Mails oder schreibe wahre Geschichten über Mäuse denen es draussen zu Kalt wird und mich besuchen kommen.

Jetzt folgt der zweite Grundanstrich mit Weiß.


Und während dieser letzte Anstrich gut trocknet ist mittlerweile die Zeit schon  Richtung Mitternacht fortgeschritten.
Ok, Farbe ist angetrocknet und ich kann damit beginnen, die Konturen der Ente mit Bleistift anzulegen.
Jetzt gehts an die Hintergrundbemalung. Alles was sich hinter der Ente befindet wird als erstes angelegt. Die Ente kommt erst ganz am Schluss draufgesetzt. Ansonsten müsste ich ja den Hintergrund um die Ente rum malen und das wäre völlig unlogisch.



Sobald der Hintergrund fertig ist kommt wie bei diesem Motiv das Beschriftungsfeld oben an die Reihe. Habe einen schönes abgestuftes Rot ausgewählt. Ein Teil mit weiß und ein Teil mit dunklem Rot (  kaschiert  )  ausgemalt. Um die optimale Wirkung zu erzielen muss man das so einstufen.
Alles hat eine helle und eine dunkle Seite. Also, Licht und Schatteneinfall.



Inzwischen ist es schon weit nach Mitternacht und ich bekam so langsam müde Augen.
Der Hintergrund ist auch soweit fertiggestellt.
Jetzt hat die Farbe genug Zeit zum trocknen. Pinsel gereinigt und Farbtuben verschließen, Feierabend machen...( ist Mittwoch Nacht 1:00 Uhr ) .....Reicht.
Do.  10:00
Momentan sitz ich grad am PC und bin am schreiben und den Bildern reinsetzen.
Scheibe liegt bereit zum weitermalen.
Das Entenmotiv soll eine weibliche Tafelente darstellen.
Soweit vorerst...ich mach mich jetzt ans Werk. Schließlich muss ich auch fertig werden damit, weil sie morgen schon abgeholt wird.
Do.  12:00
Hab jetzt das Beschriftungsfeld oben fertig.
Was Hintergrund und Konturumrandung betrifft, mit schwarz sowie
schwarzem Schatten. Dafür benötigt man schon einen feinen spitzen Pinsel.
Und Luft anhalten


Die Farbabstimmung gefällt mir bis jetzt ausgezeichnet !

Fertig soweit.
Es ist jetzt
12:30
Die Beschriftung selber erfolgt in Weiß.
Das ergibt einen super, sauberen Kontrast. Dies ist auch der nächstfolgende Schritt.
Bis jetzt habe ich ca. 5 Stunden für die Schützenscheibe aufgewendet.
Das was am meisten aufhält steht aber erst noch an.
Beschriftung und Motiv !


Hier mal ein paar Beispiele wie die Scheibe bei Fertigstellung aussehn sollte.






Wird immer am Neujahrstag ausgeschossen ...auf die Neue kommt somit 2011.
15:00
Fasse mal kurz zusammen was ich die letzten paar Stunden gemacht habe.
Erst habe ich die Beschriftung mit Bleistift eingeteilt...Augenmaß...logisch



Als nächstes kam die Schriftfarbe in Weiß dran. Wiederum mit
einem feinen Pinsel.



So, Weiß war fertig, aber damit die Schrift nicht so plastisch
draufgesetzt wirkt kommt noch eine zweite Farbe ins Spiel.



Und zwar wie hier in dem Falle Schwarz als Schattierung.
Und durch das wirkt die Schrift viel tiefer. Erzielt sofort eine ganz andere Wirkung.





So...Beschriftung sitzt.
Sieht einfach aus...ist es auch!
Man muss nur wie schon geschrieben manchmal ganz schön die Luft anhalten
Und eine ruhige Hand brauch man selbstverständlich auch dafür.
Man sieht gar nicht dass hierfür schon wieder 2 Stunden draufgegangen sind


15:30
Hab jetzt mal alles weggeräumt ...
Und da der Mensch ja bekanntlich nicht nur vom Brot alleine lebt,
mach ich jetzt eine verdiente Kaffeepause

Mach dann auf jeden Fall später weiter....natürlich wieder mit Beschreibung
und reichlich Anschauungsmaterial in Form von Pics.


22:00
Sorry... habs versucht, aber geht nix mehr heut Abend. Hab Kopfweh und
kann mich net richtig drauf konzentrieren. Und wenn es soweit ist dann soll man es lieber bleiben lassen.
Muss es auf morgen früh verlegen. Hm, wird dann zwar knapp aber was will ich machen. Kommen dann auch zwei Klarlackschichten drauf, die müssen ja auch noch trocknen.
Ok...wird schon werden.
Meld mich frühzeitig wieder.
n8

00:15
Mein Kopfweh ist zwar noch immer net weg, aber ich muss weiter malen.
Draussen stürmt es zwischenzeitlich ganz Toll. Auch der Grund für mein " Schädelweh ".
Die haben fürs We wieder plusgrade angemeldet. Ach was ein Shit Wetter.
Für Morgen wirds knapp mit der Scheibe, Hab um 22:30 gleich damit begonnen.

So...hier mal die Vorlage von dem Entenvieh...
Stammt aus einem Vogelbuch und ist eine Abbildung in der Größe von ca. 4 x 5 cm.
Dafür muss ich schon meine Lesebrille aufsetzen um was zu erkennen.



Dann wird als erstes mit Weiß großflächig der Körper Hintergrund angelegt und die hellsten Töne eingearbeitet. So wie hier mit Baige, dann ein helles Braun und danach ein dunkleres Braun. Je nachdem bis Schwarz. Die Fläche nicht gleich zu groß anlegen weil man die dunkleren Töne sofort mit reinarbeiten muss. Beim Malen mit Ölfarbe könnte man sich etwas länger Zeit lassen.  Ich jedoch male mit Acryl Künstlerfarben / Dekofarben ( Wasserbasis ) und die trocknen schneller als man malen kann. Darum das schnelle einarbeiten. Sieht ja schon recht gut aus...Feinheiten kann man am Schluss auch noch nacharbeiten. Zum Beispiel kleine Lichtflecke oder Federstrahlen usw.



Beim nächsten Pic ganz deutlich die Arbeitsschritte ( Aufbau ) zu erkennen.
Erst mit Weiß und dann immer dunkler werdende Brauntöne ( bis Schwarz ) einarbeiten.



Hier auch wieder, das gleiche Spiel. Feinheiten auch ganz am Schluss.


Und wenn ichs mal gesamt betrachte, muss ich feststellen dass ich noch ganz
schön weit gekommen bin. Jetzt kann ich endlich die Pinsel auf die Seite legen.
Den Rest mach ich dann morgen früh. So kann ich nun beruhigt schlafen gehn.



Es ist jetzt 00:45 Uhr und ich schau nochmal auf meine Seite, nach den Mails, ob alles OK ist und dann schalt ich's Licht aus Bis Morgen....gähn !

Fr. 10.12. 2010
Guten Morgen
Es ist 7:00 Uhr, Ich sitze an meinem Schreibtisch und trinke meinen morgendlichen Kaffee.
Verfasse grad diese Zeilen und schaue meine Pics an die ich zu " Step by Step " eingestellt habe. Das meiste ist gemacht, gefällt mir bis jetzt ganz gut. Werd dann gleich weitermalen. Was ich einfach nicht verstehen kann ist, dass die Vereine die so ne Scheibe brauchen immer erst auf den letzten Drücker kommen. Nun werdet ihr denken dass ich mir das auch schon vorher hätte anders einteilen können. Jo...könnte man meinen, weil diese Scheiben ja im jährlichen Rhythmus ausgeschossen werden und auch jedes Jahr so eine gebraucht wird. Logisch, aber dem ist leider nicht so. Mit vorrichten liegt da gar nichts drin. Ist mir schon des öfteren passiert dass ich Scheiben vorgerichtet habe ( komplett mit Beschriftung ) und am Schluss wurde sie nicht abgeholt. Bei den meisten Vereinen wird folgendermaßen vorgegangen. Ein Termin für das Schießen wird angekündigt und alle dürfen sich dann dran probieren wer der Sieger des Wettbewerbs wird. Der Gewinner bekommt die Scheibe. Dieser Gewinner stiftet dann die nächste Scheibe fürs kommende Jahr. Der rennt natürlich den Markt ab wo er am billigsten so eine Schützenscheibe herbekommen kann. Es kann durchaus sein dass derjenige nicht bei mir vorbei rennt
Es gibt so viele Billiganbieter auf dem Markt die Scheiben anbieten auf denen ein Motiv aufgedruckt oder sogar als Papier aufgeklebt ist. Diese Scheiben sind zwar minderwertiger als eine Hangemalte aber es gibt genügend Schützen die zwar jede Menge Kohle für ihr Hobby ausgeben jedoch was Kunst auf Scheiben betrifft die reinsten Kunstbanausen sind. Die Billigpreise kommen denen dann logischerweise auch noch entgegen.
Und dass ich nicht nur auf fertig vorbeschrifteten Schützenscheiben sitzen bleibe male ich somit nur noch nach Auftrag. Wenn die Besteller rechtzeitig zu mir kommen ist ja alles OK. Dann kann ich mir die Arbeit einteilen und bekomme dann auch keinen Stress. Aber leider, wie so oft kommen sie halt auf den letzten Drücker. Wenn ich jetzt eine Maschine wäre, wo man nur nen Ein und Ausschaltknopf bedienen bräuchte könnte ich es verstehen. Aber man ist nunmal, logischerweise nicht in der Lage ständig zu malen. Das heißt zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt. Man brauch jedes mal die Psychische Verfassung dazu. Ok...muss nicht jeder verstehen.
Auf gehts, meine Tasse ist leer und der Zeiger meiner Uhr  wandert ohne Unterbrechung immer weiter. Hab noch paar Stunden vor mir, wird schon werden


10:00 Uhr, und ich bin wieder bisschen weiter.
Als nächsten Schritt habe ich mir den Brustbereich der Tafelente vorgenommen.. Da die Brust das am weitesten vorstehenste Teil ist bekommt es auch genügend Lichteinfall in Form von mehr Weiß. Darauf wird dann wieder wie schon beschrieben aufgebaut. Was man immer beachten muss ist die Tiefenwirkung die wir erzielen wollen und die bekommt man nur durch Licht und Schatten. Dies sollte auch an den richtigen Stellen sein. Was vor steht eher mehr Licht und was in den Ecken oder hinteren Bereichen liegt mehr Schatten. Auch ist es sehr wichtig dass der Lichteinfall immer von der gleichen Seite kommt. Hier bei dem Motiv von rechts und ein wenig von oben.


Brust ist soweit fertig angelegt und ich mach mich an den Schatten den die Ente wirft.. Dadurch dass der Lichteinfall von oben und rechts kommt befindet sich der Schatten logischerweise unten und leicht links. Tiefer liegende Ecken net vergessen. Unter der Brust habe ich hierfür den dunkelsten Braunton gewählt. Der Schatten rechts unter der Brust ist gewollt da es hier keinen Lichteinfall geben kann ( wird durch das Schilf im Hintergrund verhindert ). Auf solche Dinge sollte man sehr viel Beachtung schenken. Schwarz wird nur sparsam verwendet. Konturen sollte man nur ganz leicht andeuten oder wenn es möglich ist ganz darauf verzichten. Hier habe ich sie nur leicht angedeutet. In der Realität gibt es diese Konturen nicht. Man sollte das mit abdunkeln oder aufhellen zum Rand machen.


Nun gehts an den für die meisten wohl schwierigsten Teil. Den Kopf ! Wenn man paar Dinge beachtet ist aber auch dieser Teil gar net so schlimm. Die Proportionen müssen stimmen. Das Auge muss am richtigen Platz sitzen. Nicht vergessen den Lichtpunkt im Auge zu setzen, sonst wirkt die Ente wie Tod. Licht und Schatten muss stimmen und was am wichtigsten ist....
Man sollte erkennen das es sich wie hier um eine weibliche Ente handelt. Wenn alles an der richtigen Stelle platziert wurde und die andern Dinge beachtet wurden dann sieht man wie hier ganz deutlich dass es eine weibliche Ente ist. Hier stimmt nämlich alles. Wie alle Tiere haben auch Enten ein Gesicht. Und damit es eine weibliche Ente werden soll muss der Gesichtsausdruck stimmen. Hier sieht man ganz deutlich dass es sich nicht um eine junge Ente sondern schon um eine wohl erfahrenere Entenmutter handeln muss. Man kann sogar erkennen dass sie momentan Nachwuchs haben dürfte. Ihr fragt euch jetzt sicher...woher weiß der das ? Und woran erkennt man das ? Das will ich euch erklären.
Wie gesagt am Gesichtsausdruck und an der Körperhaltung die das Tier einnimmt.
Den Kopf weit in die Höhe gereckt und die Augen auf einen konzentrierten Beobachtungsstatus eingestellt. Man sieht dass sie Aufmerksam alles beobachtet. Man erkennt auch den fürsorglichen, beschützenden und Mütterlichen Ausdruck den sie ausstrahlt. Schaut ihr in die Augen und auf ihre Haltung und ihr werdet es unschwer alles auch erkennen.
Also...hier passt alles und weiter gehts.



Hier noch das Gesamtbild und man sieht dass ich praktisch nur noch den Rückenbereich zu erledigen habe. Feinheiten wie schon geschrieben übergehe ich dann ganz am Schluss.


11:00 Uhr
Ich leg ne Kaffeepause ein und mach mich dann an den Rücken.

12:00 Uhr

Kaffee tat gut, ging dann auch gleich wieder besser mit der Malerei.
Nun zum Rückenbereich der Ente.
Erst wieder den ganzen Bereich mit Weiß unterlegt, einen hellen Gelbton eingebettet und dann mit Schwarz das Gefieder markiert. Zum Schluss nochmals mit Weiß Feinheiten und Licht eingebracht...fertig.
Schwanzfedern nur mit Schwarz und Weiß gearbeitet. Schwarz ins nasse Weiß ergibt dann die passenden Grautöne.
Schnabel auf die gleiche Weise.



Ganz am Schluss kommt bei mir immer noch die Signatur / Monogramm des Künstlers drauf. So klein und so fein wie möglich. Gut lesbar und nicht irgendwo mitten ins Gemälde, sondern immer da platziert wo es niemand stört. In diesem Fall setze ich die Signatur ganz an den Rand weil unter der Ente ( Wasserbereich ) noch der Name des diesjährigen Gewinners drauf kommt. Dieser Raum muss freigehalten werden.


Und nun darf ich euch die fertiggestellte neueste Handgemalte Schützenscheibe präsentieren. Und ihr wart Hautnah mit dabei. Ich hoffe sehr dass ich euch durch meine detailierte Beschreibung sowie den tollen Pics animieren konnte sowas auch einmal selbst zu versuchen.


14:30
Insgesamt habe ich rund 15 stunden daran gearbeitet. Nachher kommen noch zwei Klarlackschichten drauf und dann ist aber wirklich Schluss.
Ihr dürft es auch selbst einmal probieren. Vom Aufbau her ists immer gleich. Egal was für ein Motiv ihr wählt. Und wenns nix werden sollte dann probiert ihr es ganz einfach noch einmal. Irgendwann klappts. Da hilft nur, üben, üben und nochmal üben !
Es muss nicht gleich perfekt sein, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch ich nicht !
Das was ihr macht / malt, muss EUCH gefallen sonst niemand. KUNST IST UND BLEIBT ANSICHSSACHE !
Hauptsache ihr seid beschäftigt und habt Spaß dabei.
Falls es euch hier gefallen hat dann dürft ihr sehr gerne wieder kommen. War ein Test sowas ( fast ) live einzurichten. Glaube der Test ist positiv ausgefallen. Habe es auf jeden Fall in der Art vorher noch nirgends gesehen. Für diejenigen die mit meinen Erlärungen überhaupt nix anfangen können oder wollen, .....man kann seine Kreativität auch mit " Malen nach Zahlen " ausleben.
Wie gesagt...Hauptsache beschäftigt !
Wünsch euch viel Spaß weiterhin auf meiner Seite. Danke fürs durchhalten.


22:00 Uhr
Ps.
Sorry, hab noch was vergessen. Der Verein braucht auch gleich eine Scheibe für das " Drei Königsschießen ". Die habe ich auch schon fertig. Nimmt dann morgen beide mit.
Möcht sie euch dennoch net vorenthalten.
Hier ist sie....Durchmesser  ca. 600 mm.








Auf dieses Motiv möchte ich jetzt um die fortgeschrittene Uhrzeit NICHT näher eingehen.
Ist genau im gleichen Stil aufgebaut worden wie die Entenscheibe.
nehm mal an dass sie euch genau so gefällt



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